Peyo, der vater der Schlümpfe
Ein Schlumpfleben
Wir können uns glücklich schätzen! Nachdem Peyo die Schule in Brüssel verlassen hatte, suchte er per Zeitungsanzeige nach einem Job. Zwei Angebote sprangen ihm ins Auge: Eines für die Stelle eines Zahnarztassistenten, ein anderes für den Job eines Illustrators. Als er sich bei dem Zahnarzt vorstellte, erfuhr er dass, er nur 15 Minuten zu spät war! Zu dieser Zeit war Belgien eine Art Treibhaus für Comickünstler, und schon bald arbeitete Peyo mit einigen der talentiertesten zusammen, darunter sein lebenslanger Autorenpartner Yvan Delporte.
Der große Durchbruch
Nach einer recht mühsamen Zeit kam für Peyo endlich der verdiente Durchbruch, als er für das Comicmagazin "Spirou" zu arbeiten begann. Johann and Pfiffikus gehörten zu den bekanntesten Figuren. Dann aber erschienen 1958 die Schlümpfe und stiegen zu der noch heute weltweiten Bekanntheit auf. Die meisten Zeichentrickfiguren werden noch vor ihrem Aufstieg zu Fernsehstars durch ihre Bücher bekannt. Aber in den USA gingen die Schlümpfe einen anderen Weg. Hier führte der unglaubliche Erfolg der Sammelfiguren zur Adaption für das Fernsehen. Allein die Geschichte ihrer Ankunft bei Hanna Barbera und ihr Erfolg bei NBC sind fast einen eigenen Film wert. Wie viele Menschen wissen zum Beispiel, dass sogar der vielfach preisgekrönte Komponist Michel Legrand den Schlümpfen seine Stimme geliehen hat?
Schlümpfe erobern die Welt
Der Erfolg der Schlümpfe ist wahrhaft gigantisch. Wie jeder Mitarbeiter der Serie weiß, verdanken die Schlümpfe ihren Erfolg vor allem ihrem simplen Charme. Dieser Charme erstreckt sich über alle Formate – von Mini-Geschichten über Popsongs bis hin zur spannenden Multimediawelt. Die Schlümpfe sind heute auf Video, CD-ROM und CD-I erhältlich, ihre Videospiele stehen regelmäßig an der Spitze der Charts, und Bühnenproduktionen touren durch Europa. Dennoch stellt jede Adaption eine neue Herausforderung dar, die ohne die Hilfe des 1992 verstorbenen Peyo bewältigt werden muss. Wie wird sich die Welt der Schlümpfe auf die des 21. Jahrhunderts einstellen? Angesichts der vergangenen Erfolge kann es nur eine Antwort geben: Schlumpfig!
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